Augenzeugen berichten immer häufiger von rücksichtslosem Verhalten seitens gewisser Homo Nordica Walkus. Anfangs schien sich dies auf Stöckegeklappere und Belästigung der Augen durch unharmonische Bewegungen zu beschränken, doch die Vielfalt der Attacken erweiterte sich immer mehr; die Dreistigkeit nimmt immer größere Ausmaße an.
Jüngste Erzählungen berichten zum einen sowohl von der aggressiven Inanspruchnahme von jeglichen Waldwegen, die mit ihren bescheidenen Mitteln erreicht werden können, zum anderen werden die meisten Sportveranstaltungen, die noch vor ein paar Jahren den Läufern bzw. Joggern vorbehalten waren, nun von Massen von Endomorphen besagter Rasse blockiert. Die Erpressungen seitens der Adipositasbefallenen scheinen kein Ende zu nehmen, denn viele Veranstalter haben bereits nachgegeben und richten nun offizielle "Rennen" für das Nordisch Gehen aus, veröffentlichen Ergebnislisten und verteilen Preise. Diese Maßnahmen scheinen ohne Korruption undenkbar.
Auch sonst dringt das Verhalten besagter Rasse in neue Sphären vor. Gerade jetzt, in der Winterzeit, in der es sehr früh dunkel wird, wird das Missbrauchen von Stirnlampen immer offensichtlicher. Früher wurden diese und andere Blinklichter verwendet, um gesehen zu werden um somit der Gefahr des Überfahrenwerdens zu entkommen. Heute scheint auch dieser Verhaltenscodex völlig vergessen. Riesige Gruppen der Homo Nordica Walki ahmen in Formationszügen sogenannte UFOs nach, verscheuchen mit den grellen Lichtern noch das allerletzte Waldtier und blenden unschuldige Jogger, so dass diese in die nächstmöglichen Schlaglöcher treten und somit die Vorherrschaft in den geliebten Wäldern Deutschlands aufgeben müssen.
Doch damit nicht genug - nachdem der Taktik des offensiven Blendens keine genügend hohe Umknickquote folgte, mussten neue Angriffstechniken folgen. Was genau sich die Kriegsführer der Homo Nordica Walki ausgedacht haben, wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Spekulationen befürchten, dass Auserwählte der Endomorphen harte Balance-Trainingslager absolvieren werden, um dann die tödlichste ihrer Waffen einsetzen zu können: Die Ersatzbeine, die auch als Stöcke bezeichnet werden.
Jedem Waldluft liebenden Menschen wird höchste Vorsicht empfohlen, es geht um ihre Sicherheit!
Mittwoch, 13. Dezember 2006
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